Foto der Woche

04.05.2016

Watch and pray, for ye know
neither the day nor the hour.

28.04.2016

Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich.

Friedrich Schiller 

21.04.2016

Der Wächter

14.04.2016

3.11.2014

 Im Tod vereint

Nature is stronger than death

6.10.2014

 Nur wer nach vorne schaut,

und den Blick für das Wesentliche hat,

der hebt sich aus der Masse heraus.

 

Dark Romance

8.09.2014

Angesichts des Todes

 

Ergeben trug ich all die Leiden,
Die mir das Schicksal ausersah;
Doch kommt es nun ans letzte Scheiden,
O bleibe du mir treulich nah!

Siehst du mein Antlitz starr erblassen,
O schaudre nicht, o halte Stand!
Laßss mich bewegt noch einmal fassen
Und drücken deine liebe Hand.

Lass mich empor die Blicke schlagen
Zu deinen Augen fromm und klar
Und meinen letzten Puls dir sagen,
Wie ganz dies Herz dein eigen war.

 

Otto Baisch 

aus der Sammlung "Dunkle Stunden"

25.08.2014

Verzweiflung trübt unser Auge und verschließt unser Ohr. Wir sehen dann nur noch die Geister des Verhängnisses und hören nur noch das Schlagen unserer beklommenen Herzen.
Khalil Gibran
 

11.08.2014

The angel can wait,

the fire is still burning,

and the flame of life burns in my heart

untill the love to my life is dying.

 

Dark Romance

21.07.2014

 Fligh to the light, where angels lives.

Maybe, you will become wings.

30.06.2014

Sad Violin

10.02.2014

gefangen im Netz des Lebens

3.02.2014

 

Zersticht das Alter dein Gesicht,
Und flicht dir Asche in dein Haar,
Dornen in deine Lippen —
Jugendklar bleibt dein Auge.

In deinen Augen springt heilig ein Quell,
An dem die dunkle Nymphe singt;
Heilig ein Quell,
Drinnen Märchenmonde hell funkeln.

Wer einen Blick mit dir getauscht,
Trägt ihn berauscht von Aug zu Auge.
Dein Augenlicht bricht,
Wenn auf Erden das letzte Auge versiecht

 

Max Dauthendey, aus Reliquiem

21.01.2014

 

Das Beste im Leben ist, Verständnis für alles Schöne zu haben.

Menander

13.01.2014

Sterbelied

Es ist genug, mein matter Sinn
Sehnt sich dahin, wo meine Väter schlaffen.
Ich hab es endlich guten Fug,
Es ist genug! Ich muss mir Rast verschaffen.

Ich bin ermüdt, ich hab geführt
Die Tages Bürd: Es muss eins Abend werden.
Erlös mich, Herr, spann aus den Pflug,
Es ist genug! Nimm von mir die Beschwerden.

Die große Last hat mich gedrückt,
Ja schier erstickt, so viele lange Jahre.
Ach lass mich finden, was ich such:
Es ist genug! Mit solcher Kreuzes Ware.

Nun gute Nacht, ihr meine Freund,
Ihr meine Feind, ihr Guten und ihr Bösen,
Euch folg die Treu, euch folg der Trug -
Es ist genug! Mein Gott will mich auflösen.

So nimm nun, Herr, hin meine Seel,
Die ich befehl in deine Händ und Pflege.
Schreib sie ein in dein Lebens-Buch.
Es ist genug! Dass ich mich schlafen lege.

Nicht besser soll es mir ergehn,
Als wie geschehn den Vätern, die erworben
Durch ihren Tod des Lebens Ruch.
Es ist genug! Es sei also gestorben.

 

Anton Ulrich, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714)

02.01.2014

In liebevollster Erinnerung

9.12.2013

Last kiss of a mother

15.07.2013

Hymne an die Nacht

Was quillt auf einmal so ahndungsvoll unterm Herzen, und verschluckt der Wehmuth weiche Luft? Hast auch du ein Gefallen an uns, dunkle Nacht? Was hältst du unter deinem Mantel, das mir unsichtbar kräftig an die Seele geht? Köstlicher Balsam träuft aus deiner Hand, aus dem Bündel Mohn. Die schweren Flügel des Gemüths hebst du empor. Dunkel und unaussprechlich fühlen wir uns bewegt – ein ernstes Antlitz seh ich froh erschrocken, das sanft und andachtsvoll sich zu mir neigt, und unter unendlich verschlungenen Locken der Mutter liebe Jugend zeigt. Wie arm und kindisch dünkt mir das Licht nun – wie erfreulich und gesegnet des Tages Abschied – Also nur darum, weil die Nacht dir abwendig macht die Dienenden, säetest du in des Raumes Weiten die leuchtenden Kugeln, zu verkünden deine Allmacht – deine Wiederkehr – in den Zeiten deiner Entfernung. Himmlischer, als jene blitzenden Sterne, dünken uns die unendlichen Augen, die die Nacht in uns geöffnet. Weiter sehn sie, als die blässesten jener zahllosen Heere – unbedürftig des Lichts durchschaun sie die Tiefen eines liebenden Gemüths – was einen höhern Raum mit unsäglicher Wollust füllt. Preis der Weltköniginn, der hohen Verkündigerinn heiliger Welten, der Pflegerinn seliger Liebe – sie sendet mir dich – zarte Geliebte – liebliche Sonne der Nacht, – nun wach ich – denn ich bin Dein und Mein – du hast die Nacht mir zum Leben verkündet – mich zum Menschen gemacht – zehre mit Geisterglut meinen Leib, daß ich luftig mit dir inniger mich mische und dann ewig die Brautnacht währt.

 

Novalis. aus Hymnen an die Nacht